
Georoute Wachtelberg-Mühlbachtal - Rundweg
Der Rundweg im Naturschutzgebiet "Wachtelberg-Mühlbachtal" verbindet geologische, botanische und landschaftliche Besonderheiten auf engstem Raum. Unterwegs bestimmt der Pyroxengranitporphyr das Bild. Erleben Sie das Goldene Tälchen, die Muldenaue, von März bis Mai die Blüten der seltenen Kuhschellen und die Trockenrasenvegetation auf dem Wachtelberg.
Mit 148,5 m über dem Meerespiegel ist der Wachtelberg die höchste Erhebung in Wurzen. Hier befindet sich das einzige natürliche Vorkommen der Gewöhnlichen Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) in Sachsen, deshalb wurde der Wachtelberg bereits 1911 unter Schutz gestellt. Wegen ihrer Blüzeit um Ostern wird die Kuhschelle regional auch als Osterblume bezeichnet. Trockenrasen- und Felsgrasfluren auf der Bergkuppe beheimaten viele seltene Pflanzen- und Insektenarten und zahlreiche Vogelarten nutzen den Wachtelberg als Brut- oder Nahrungsgebiet.
Am Wachtelberg erstarrte das Magma knapp unterhalb der Erdoberfläche in Gängen des umgebenden Gesteins. Das im Gestein enthaltene Pyroxen färbt dieses grünlich-rötlich. Durch Verwitterung des Gesteins entstanden am Wachtelberg quarzreiche, saure und nährstoffarme Böden, welche wegen ihres Sandanteils wasserdurchlässig sind und der Vegetation sehr trockene Standortbedingungen bieten.